Einstellung der Seite shadowban.de – Shut down of shadowban.de

Da mich andere, interessante Projekte immer mehr in Anspruch nehmen, leider auch die ursprünglichen Initiatoren dieser Seite kein Interesse mehr an der Thematik haben und mir als Webseitenbetreiber und Seiten-Admin die Zeit fehlt, selbst in Sachen „Shadowban“ zu recherchieren, werde ich die Seite „shadowban.de“ zum 15. August 2018 schließen. Die bisherigen Seiten werden noch bis Ende 2018 als Archiv zugänglich bleiben. Eine Aktualisierung findet jedoch nicht mehr statt. Auch die Kommentarfunktion wird deaktiviert.

Ich danke allen, die sich hier im Laufe der Zeit informiert haben.


Due to other interesting projects, I will not have any time for supervising shadowban.de as admin and operator in the future. Unfortunately, the former initiators of this site are no longer interested in the shadowban-topic. For these reasons I will close shadowban.de on August 15, 2018 as site operator.

The current pages will remain accessible as archives until the end of 2018. However, an update does not take place anymore. Also the comment function will be deactivated.

I would like to thank everyone who visited shadowban.de

(This is a machine translation)

Shadowban-Tester abgeschaltet / Shut down of Shadowban-Tester

Unser Shadowban-Tester hat über viele Monate gute Arbeit geleistet und zig Hunderttausenden Twitter-Nutzern gezeigt, ob sie im Shadowban sind oder nicht. Die Entwicklung bleibt aber nicht stehen. Mittlerweile hat Twitter noch ausgefeiltere Methoden entwickelt, um die User mit dem Shadowban zu belegen.

Wir haben daher beschlossen, unseren Shadowban-Tester in den Ruhestand zu schicken.

Aber es gibt eine Alternative: Unter https://shadowban.eu/ könnt ihr auch weiterhin testen, ob Twitter euch in den Shadowban geschickt hat.

Vielen Dank, dass ihr den Tester auf shadowban.de so lange die Treue gehalten habt.

Euer Team von shadowban.de


Our Shadowban tester has done a great job over many months, showing tens of thousands of Twitter users whether they are in Shadowban or not. But the development does not stop there. Meanwhile, Twitter has developed even more sophisticated methods to prove users with the Shadowban.

So we decided to retire our Shadowban tester.

But there is an alternative: Under https://shadowban.eu/ you can continue to test if Twitter has sent you to Shadowban.

Thank you very much for your loyalty to the tester on shadowban.de.

Your team of shadowban.de

(This is a machine translation)

Vorsicht bei kritischen Direkt-Tweets an „verifizierte Accounts“

Wir kennen sie alle: Die von Twitter „verifizierten Accounts“ mit dem „blauen Haken“ nach dem Accountnamen. Sozusagen: Die „Elite“ der Twitterer.

Diese Accounts sollen „Authentizität“ und „Exklusivität“ für „Personen, Unternehmen und Institutionen von öffentlichem Interesse“ ausstrahlen. Darüber hinaus scheint es noch weitere „Bevorzugungen“ zu geben, wie laufende Recherchen zum Thema Shadowban ergeben haben:  Offenbar werden solche Accounts auch bei Beschwerden, die diese Accounts an Twitter senden, bevorzugt behandelt und führen vermutlich auch zu einer recht schnellen „Shadowban“-Bestrafung seitens Twitter. Dies kann schnell passieren, wenn man an solche Accounts einen „kritischen Tweet“ schreibt, der dem Empfänger so gar nicht gefällt.

Diverse Versuche haben in den Aufzeichnungen ergeben, dass ein „Shadowban“ recht schnell eintritt, wenn sich der Inhaber solcher Accounts offenbar über die Funktion „Tweet melden“ bei Twitter beschwert. Dies resultiert in der Regel in einem „Shadowban“, der den Aufzeichnungen zufolge exakt 24 Stunden andauert. Wie zu erwarten, haben hingegen „lobende“ Tweets an solche Accounts bislang noch nie einen „Shadowban“ ausgelöst.

Hier ein Beispiel mit einem kritischen Direkt-Tweet an „SAT1“ – Inhaber eines verifizierten Accounts (blauer Haken):

Kurz nachdem dieser Tweet am 01.01.2018 gepostet wurde, schlug nach ca. einer Stunde der „Shadowban“ zu, ohne dass in der Zwischenzeit direkte oder kritisch anmutende Tweets gesendet wurden.

Damit dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit feststehen, dass der Empfänger des entsprechenden Tweets eine Aktion durchgeführt hat. Ich möchte hier „SAT1“ oder den anderen Accounts, mit denen ich getestet habe – vorrangig aus dem Medien- und Verbrauchsgüterbereich – gar keinen Vorwurf machen. Jeder hat das Recht sich über an ihn gerichtete, kritische Tweets zu beschweren. Auch wenn es gerade aus solchen Accounts heraus wenig professionell erscheinen würde. Da wäre es doch einfacher einfach eine Antwort oder Stellungnahme zu twittern. Aber das ist diesen gewerblichen „Premium-Accounts“ offenbar zu aufwendig und zu teuer.

Kritisch zu betrachten ist jedoch die Reaktion von Twitter, denn es ist fraglich, ob eine solche „Beschwerde“ rechtfertigt, Bestrafungen für den kritischen Twitterer zu verhängen, zumal in den meisten Fällen überhaupt kein Verstoß gegen die Twitter-Regeln erfolgt ist. Hier scheint Twitter doch recht wenig – oder bei Beschwerden aus diesen V.I.P-Accounts heraus gar keinen? – Prüfaufwand zu betreiben oder die „Algorithmen“ versagen auch hier – wie so oft bei Twitter. Ich jedenfalls konnte in dem o.a. Tweet keine Beleidigung, Hass oder sonstige Zusammenhänge erkennen, die gegen die Twitter-AGB oder sonstiges Recht verstoßen. Die Reaktion erfolgte offenbar ganz einfach aufgrund einer banalen Beschwerde, wobei es durchaus sein kann, dass auch der „Score“ des Nutzers eine Rolle spielt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass ich „verifizierte Accounts“ noch NIE in einem Shadowban feststellen konnte.

Ich rate also dazu, kritische Tweets möglichst nicht direkt – also mit „@Accountname“ zu schicken. Ist der Empfänger „empfindlich“ und beschwert sich über die Meldefunktion bei Twitter, kann das Resultat in einem „Shadowban“ enden.

Zukünftig werden wir uns bei Twitter wohl auf noch deutlichere Einschränkungen einstellen müssen. Denn seit dem 01.01.2018 ist das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ – kurz NetzDG – in Kraft. Wie auch SPIEGEL-Online berichtet, werden immer mehr Tweets in Deutschland unsichtbar gemacht, Accounts mit Schreibsperre versehen oder gleich ganz gesperrt. Ob das im Sinne einer eigentlich durch das Grundgesetz garantierten „freien Meinungsäußerung“ ist, wage ich mal derzeit zu bezweifeln. Offen gestanden: Noch nie habe ich mich in meiner durch und  wie Twitter so eingeschränkt gefühlt, wie heute!

Ich möchte auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies natürlich alles nur Vermutungen und keine Tatsachen sind, denn die können letztendlich eh keine Außenstehenden – wie wir „normalen Twitter-User“ – beweisen oder gar nachweisen, solange Twitter jegliche Kommunikation zur Thematik „Shadowban“ ablehnt. Wir können nur Fragen stellen, die Twitter leider nicht beantwortet. Transparenz geht anders….

Nachtrag 04.01.2018:
Auch heute hat es mich seit 14:55 Uhr mit dem Account asteinbs wieder erwischt. Ich überlasse es meinen Lesern zu beurteilen, ob auf meiner Timeline irgendetwas getwittert wurde, was Grund zu einer Beanstandung geben würde. Auslöser könnte heute Herr Macron oder die CSU gewesen sein.

Die Proteste wirken – Alles nur ein banaler „Fehler“ bei Twitter?

Heute melden einige Twitterer unter dem Hashtag #shadowban, dass es sich bei der Einschränkung der Reichweite vieler Twitter-Nutzer nur um einen „Fehler“ in einem „Spamfilter“ handeln soll. Eine Onlinezeitung*), berichtet, dass „ein technisches Problem dazu geführt (hat), dass Accounts mehrerer Nutzer nicht mehr über die Suchfunktion gefunden werden konnten.“ Twitter selbst – man höre und staune – „wies entschieden zurück“, dass es sich hierbei um einen „Shadowban“ handeln würde.

Wörtlich wird in dem Artikel der Onlinezeitung ein Twitter-Sprecher zitiert: „Wir haben ein Problem mit einem unserer Spam-Filter, der die Suchfunktion auf Twitter beeinflußt hat. Dies hat dazu geführt, daß einige Inhalte und Konten in der Suche nicht mehr verfügbar sind. Unsere Teams arbeiten daran, das Problem zu lösen und wir erwarten, daß Twitter schon sehr bald wieder wie gewohnt funktioniert.

Das ist schon sehr interessant, zumal es sich nicht nur um „mehrere“ oder „einige“, sondern um zigtausende Twitter-Nutzer weltweit handelt, die vom „Shadowban“ betroffen waren und sind. Hinzu kommt, dass dieser „Fehler“ auch nicht erst seit paar Tagen, sondern bereits seit vielen Monaten existiert! In den USA tauchen erste Berichte bereits Anfang 2016 auf!

Daher ist diese Aussage von Twitter, es handele sich um einen „Fehler im Spam-Filter“, zumindest anzuzweifeln. Man fragt sich natürlich auch, warum Twitter seit Monaten auf  Abertausende von Beschwerden nicht reagiert hat. Warum sollte ein „angeblich banaler Fehler“ denn so offensichtlich verheimlicht und trotz Protesten, trotz Beschwerden und Hinweisen so lange ignoriert werden? Erst jetzt, wo die ganze Thematik so hochkocht, kommt Twitter aus dem Loch gekrochen und redet von einem „Fehler“ im System? Ich für mein Teil hätte eine bessere und vor allem sinnvolle, von der Logik her stimmige „Ausrede“ erwartet.

Das alles spricht nicht für Transparenz und Offenheit von Seiten Twitter. Deshalb kann man Twitter auch nach wie vor kein Vertrauen entgegenbringen. Und erst recht so lange nicht, bis sich Twitter in einen offenen Dialog mit den Nutzern einlässt und eine einfache, funktionierende Kontaktaufnahme in Problemfällen ermöglicht. Hier muss man sich ganz schnell etwas einfallen lassen, damit die Glaubwürdigkeit von Twitter nicht gänzlich ruiniert wird! Und dass sich Twitter ausgerechnet gegenüber einer eher „konservativ“ und „rechts“ orientierten Onlinezeitung – von deren sonstigen Inhalten wir uns als neutrales Medium hier klar distanzieren – so „spontan“ äußert und unsere ganzen Anfragen und Kontaktversuche der letzten Monate geflissentlich ignoriert hat, ist eigentlich nicht erstaunlich, sondern lässt eher tief blicken!

Auch der „Bayerische Rundfunk“ hat sich mit dem Thema beschäftigt. Allerdings bislang mehr nur ein Abdruck der Twitter-Argumente.

Die TAZ steigt etwas mehr in das Thema ein und erwähnt in dem Artikel auch unsere Initiative. Vielen Dank dafür.

Man sieht: Es tut sich was! Wir werden jedenfalls weiter verfolgen, wie sich die Situation entwickelt!


Nachtrag:
Der Bayerische Rundfunk hat uns folgende Stellungnahme geschrieben:

Es kann durchaus sein, dass seit Monaten Menschen in Spam-Filtern landen. Deshalb ist es ja gut, dass das jetzt durch die JF und andere Aufmerksamkeit bekommt.

In den Fällen in den USA, die mir bekannt sind (eher Anfang 2017) gab es von Twitter bei vorübergehenden Sperrungen immer eine Benachrichtigung. Deshalb sagen die auch, dass sie nicht „Shadow“-bannen.

Alles andere sind Spamfilter, oder Nutzer, die Follower churnen, oder sich anderweitig nicht an die vielen Regeln halten. Für Nutzer genauso ärgerlich, klar.

mit besten Grüßen,

M.Muth


Unsere Anmerkung dazu:
Das ist schon in weiten Teilen richtig, jedoch gehen die Anfänge des Shadowbans bereits auf Anfang 2016 in den USA zurück. Während Anfang 2017 offenbar User in den USA „benachrichtigt“ wurden, ist dies in Deutschland/Europa jedoch nie geschehen und muss daher als „Shadowban“ gewertet werden. Zudem haben wir Hunderte von Twitter-Nutzern, die trotz regelkonfomen Verhalten in den Shadowban geschickt worden. Natürlich durch „Automatismen“, die nun pauschal als „Spam-Filter“ hingestellt werden. Mit dieser „Allround-Erklärung“ als „Totschlagargument“ macht man es sich jedoch einfach zu leicht!

Wir bleiben dran.

*) Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass zitierte oder verlinkte Quellen nicht die Meinung von „shadowban.de“ wiederspiegeln!

Bin ich im Shadowban? – Hier könnt ihr testen!

Viele Twitter-Nutzer wissen gar nicht, dass sie sich möglicherweise im „Shadowban“ befinden, denn Twitter informiert bekanntlich über diese „Bestrafung“ nicht.

Der Twitter-User @xho hat ein Tool geschrieben, mit dem jeder selbst prüfen kann, ob Twitter ihn in den Shadowban geschickt hat. Der Test generiert eine Suche auf Twitter nach dem eingegebenen Account-Namen im ausgeloggten Zustand und meldet, ob Tweets des Users gefunden werden oder nicht. Dieser Test ist auch bei uns über

http://tester.shadowban.de/

abrufbar!

Bis vor kurzem hatte auch der Autor des Scripts den Service unter
http://shadownban-checker.xho.bedita.net/
angeboten. Der Dienst wurde mittlerweile leider eingestellt.
Wir bedanken uns bei @xho für seine tolle Arbeit ganz herzlich!

howo1 hat die Funktionsweise bereits anschaulich erklärt.

Bitte beachtet!
Dieser Test funktioniert nur bei offenen Accounts!

Accounts, die auf privat geschaltet sind (am Schloss-Symbol erkennbar), haben sich freiwillig für Fremde und auch für diesen Test unsichtbar gemacht. Für diese Accounts ist der Test nicht geeignet!

Beachtet bitte auch, dass der Test auf Twitter ausgeführt wird und nur ein unverbindliches Resultat liefern kann, da Twitter durchaus die Möglichkeit hat, die Ergebnisse zu verfälschen. Sei es bewusst absichtlich oder einfach durch banale Softwarefehler.

Disclaimer:
Ihr stimmt mit der Benutzung des Tools zu, dass ihr den Test auf freiwilliger unverbindlicher Basis nutzt. Shadowban.de ist für die Ergebnisse nicht verantwortlich!

 

Die falsche „Balleryna“

Twitter-Datenanalyse bei der AfD: Die falsche Balleryna

In einer aufwendigen Recherche und Datenanalyse hat „Netzpolitik.org“ die Follower und das Netzwerk des größten Twitter-Kanals aus dem AfD-Umfeld ausgewertet. Das Ergebnis: Balleryna operierte als Fake-Account und ist ein Scheinriese, der kaum deutsche Follower hat.
Weiterlesen bei Netzpolitik.org

Für mich ein sehr interessanter und lesenswerter Artikel, der über die Grundthematik hinaus sehr schön demonstriert und beschreibt, wie hilflos oder auch dumm – und oft geradezu erschreckend untätig Twitter meist den „echten“ Gefahren für die Qualität eines sozialen Netzwerkes, wie „Social-Bots“, „Fake-Accounts“ und „Fake-News“ begegnet! Da merkt man erst, in was für einer widerlichen „Soße“ aus Scheinwelten der normale, „menschliche“ Nutzer bei Twitter oftmals schwimmt und das hier ganz gewaltig „der Wurm“ drin ist.

Meine Gedanken: Wie wird man vermutlich Opfer im „Shadowban“?

Aus den Medien ist bekannt, dass die Betreiber von Plattformen wie Twitter aufgefordert werden, Beiträge, die beleidigen oder Hass darstellen, Gewalt verherrlichen bzw. dazu aufrufen, zu sperren. An sich ein Vorgehen, das zu begrüßen ist und auch Twitter versucht offenbar, dies umzusetzen. Leider scheint dieses Aussortieren nicht so recht zu funktionieren, denn immer mehr völlig unschuldige Nutzer des Twitter-Netzwerkes werden gebannt, ohne dass sie sich hier etwas vorzuwerfen hätten. Der „Algorithmus“, den Twitter hier anwendet, scheint also in weiten Teilen zu versagen!

Nachdem ich selbst jetzt schon zwei Accounts wegen der Verbannung in die „Unsichtbarkeit“ aufgeben musste, und ich auch mit meinem neu eingerichteten Twitter-Account schon nach wenigen Tagen im „Shadowban“ landete, habe ich mal ein wenig meine Timeline (TL) durchgesehen. Im Ergebnis bin ich nach wie vor überzeugt, nichts getan zu haben, was gegen die Twitter-Nutzungsbedingungen verstößt. Genau so wenig habe ich in irgendeiner Art und Weise verbotene oder rechtswidrige Dinge getan und schon gar nicht jemanden angegriffen bzw. beleidigt.

Da ich mich selbst jahrelang beruflich mit Statistik und Datenaufbereitung beschäftigt habe, reiften in mir ein paar Gedanken zur Problematik. Und die Gedanken sind ja immer noch „frei“ – auch Twitter gegenüber. Als Ergebnis gehe ich gedanklich von gewissen Mechanismen aus, die ich – wie ich betone – allerdings auch nur vermuten kann und aus den Beobachtungen resultieren:

Twitter nutzt vielleicht eine Art „Score“-System, so wie es auch Banken oder die Schufa verwenden. Das heißt, jeder Nutzer wird nach bestimmten Faktoren „bewertet“. Gewisse „Tätigkeiten“ oder „Verhaltensweisen“ erhöhen bzw. erniedrigen den Score. Beim Überschreiten einer gewissen „Grenze“ werden dann Konsequenzen ausgelöst. Bei Twitter möglicherweise der „Shadowban“.

Deshalb ist auch ein einzelnes konkretes Ereignis, das zum Bann geführt hat, für die Nutzer in der Regel nicht auszumachen. Wenn ich mir meine Timeline (TL), die ja in meinem „neuen“ Account noch nicht soooo lang ist, ansehe, gehe ich mittlerweile davon aus, dass folgende „Tätigkeiten“ den Score erhöhen könnten:

  • Retweets bei Nutzern mit bereits „erhöhtem“ Score, bzw. Nutzern, die sich aktuell im „Shadowban“ befinden.
  • Das Folgen eines Nutzers mit bereits erhöhtem Score oder im Shadowban befindlich.
  • Antworten in Tweets, die von Nutzern mit erhöhtem Score erstellt wurden, oder in einem Tweet ebenfalls geantwortet haben.
  • Das Posten in Hashtags, in denen sich viele Nutzer mit erhöhtem Score bewegen.
  • Das Posten in Hashtags, die aus irgendwelchen Gründen und Faktoren für Twitter „auffällig“ sind. Vielleicht gehört „gefragtgejagt“ dazu. Auffällig bei mir ist, dass für mich eigentlich erst seit meiner aktiven Teilnahme in diesem Hashtag die „Probleme“ angefangen haben.
  • Übermäßiges Benutzen von Hashtags – insbesondere des gleichen Hashtags in kurzen Abständen.
  • Das Posten von Bildern, die im Internet (z.B. über die Google-Bildersuche) verfügbar sind. Möglicherweise sieht Twitter darin eine Art „Copyright“-Verletzung.
  • Mehrfachposten gleicher Bilder kurz hintereinander
  • Löschen von Tweets
  • Ich habe in letzter Zeit häufig Accounts von Werbeanzeigen (gesponserte Tweets) blockiert. Vielleicht erhöht diese „Verweigerung“ auch den Score.
  • In letzter Zeit habe ich häufig „Spammer“ bei Twitter gemeldet und blockiert. Eventuell ist auch diese Häufung „auffällig“ für Twitter und Grund zur Erhöhung des Scores. Wird man u.U. selbst von jemandem „blockiert“ oder bei Twitter „gemeldet“ (auch unbegründet), erhöht dies eventuell ebenfalls den Score. Vielleicht – rein hypothetisch – nutzen das auch vom Nutzer blockierte Spammer, in dem sie mit einem Automatismus jeden Nutzer bei Twitter wiederum „melden“, der sie blockiert.
  • Und natürlich die Nutzung gewisser Worte, Floskeln und Ausdrücke in den Tweets, die auf einer internen „schwarzen“ Liste bei Twitter stehen, sowie der berühmt, berüchtigte „Analyse-Algorithmus“, der die Ausdrucksweise, den Schreibstil und andere Faktoren in textlicher Hinsicht berücksichtigt. Auch hier dürften zusätzliche Faktoren, wie der Scorewert des Tweeterstellers – auch wenn man selbst hier nur antwortet bzw. retweetet – eine Rolle spielen und Einfluss auf den Score haben. Alles in allem Dinge, die ein „normaler“ Nutzer also weder bewusst noch wissend beeinflussen oder steuern kann.

Darüber hinaus sollte man vorsichtig damit sein, Kritik – egal welcher Art – direkt an einen Account mit „blauem Haken“ zu schicken. Diverse Versuche und Aufzeichnungen haben ergeben, dass ein „Shadowban“ recht schnell eintritt, wenn dich der Inhaber solcher Accounts über die Funktion „Tweet melden“ bei Twitter beschwert. Dies resultiert in der Regel in einem „Shadowban“, der exakt 24 Stunden dauert.

Hier ein Beispiel mit einem kritischen Tweet an „SAT1“ – Inhaber eines verifizierten Accounts (blauer Haken):

Kurz nachdem dieser Tweet gepostet wurde, schlug nach knapp einer Stunde der „Shadowban“ zu, ohne dass in der Zwischenzeit direkte Tweets gesendet wurden.

Damit dürfte mit ziemlicher Sicherheit feststehen, dass der Empfänger des entsprechenden Tweets eine Aktion durchgeführt hat.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies natürlich alles nur Vermutungen und keine Tatsachen sind, denn die können letztendlich eh keine Außenstehenden – wie wir „normalen Twitter-User“ – beweisen oder gar nachweisen. Aber bei Twitter hätte man ja die Gelegenheit zur Aufklärung. Statt dessen herrscht dort eisiges, überhebliches Schweigen. Jeder kleinste Versuch zur Kommunikation mit Twitter wurde bisher geblockt oder verlief einfach im Sande! Man ist an einem Dialog nicht interessiert. Das lässt tief blicken, denn offene Kommunikation sieht anders aus! Twitter streitet jedoch – trotz anderslautender Beweise – jegliche Form von „Shadowban“-Mechanismen ab. Als der Druck kürzlich zu groß wurde, weil auch Journalisten betroffen waren, wollte man dies mit einem Fehler in den Spamfiltern kleinreden, der angeblich abgestellt wurde. Dies ist nachweislich allerdings schlicht falsch, die meisten Medien ließen sich damit jedoch erst einmal „beruhigen“. Leider ein neuerlicher medialer Irrtum!

Schon allein durch die Nutzung eines aus vielen Einzelfaktoren bestehenden Scoresystems ist Außenstehenden jede Möglichkeit genommen, die Dinge „nachvollziehen“ zu können. Wir können allerdings von Twitter verlangen, die Technik so einzusetzen, dass keine Unschuldigen betroffen sind und damit zu Unrecht diskriminiert werden.

Jetzt ist Twitter am Zug! Wir warten….